Das Pine-Ridge-Reservat der Oglala-Lakota-Sioux im Südwesten des
US-Bundesstaats South Dakota gilt als eine der ärmsten Regionen der USA. Sie ist
eines der neun Reservaten in South Dakota die zur Great Sioux Nation gehören.
Hier leben heute 42'000 Oglala Lakota Indianer, bei uns bekannt als Sioux. Es ist
das Land von Crazy Horse, Red Cloud, Bull Bear, Little Wound, Black Elk, Fools
Crow, aber auch das Land der tragischen Ereignisse wie das Massaker und die
Besetzung von Wounded Knee.
Wer sind die Lakota Indianer?
Revive the Lakota Way Of Life
Die Lakota Kultur wiederbeleben
Circa 42.000 Menschen leben hier in einem Gebiet von 11.500 km², das weder über nennenswerte natürliche
Ressourcen noch über eine Industrie verfügt. Hauptstadt ist Pine Ridge. Nach den Angaben des American Indian Relief
Council(Indianerfürsorge) beträgt die Arbeitslosenquote im Reservat 90%, 97% der Menschen leben unterhalb der
Armutsgrenze.
Die Suizidrate ist etwa viermal so hoch wie der Landesdurchschnitt. Das Reservat weist innerhalb der U.S.A. die
höchste Zahl an Diabetes-, Herz- und Krebserkrankungen und eine erschütternd hohe Säuglingssterblichkeitsrate auf.
Viele Familien haben weder Strom noch ein Telefon. Mit einer Lebenserwartung von 47 Jahren für Männer und nur
etwas mehr als 50 Jahren für Frauen ist die Lebenserwartung der Bewohner des Reservates eine der kürzesten aller
Gruppen der westlichen Hemisphere.









Die Geschichte der Indianer Nordamerikas und somit das Unrecht, das ihnen
widerfahren ist, ist den meisten Menschen hinlänglich bekannt. Dazu gehören
neben Völkermord, Landraub und Zwangsumsiedlung auch das Verbot der
Ausübung der eigenen Sprachen, Riten und Bräuchen. Ab dem 19.
Jahrhundert wurden viele indianische Kinder gewaltsam von ihren Eltern und
Gemeinschaften getrennt und in Internate gesteckt, wo das Sprechen der
eigenen Sprache bei Strafe verboten war.


Bis 1976 bestand ein Verbot der amerikanischen Regierung gegen jede Ausübung indianischer, zeremonieller
Handlungen. In den Staats- und Missionsschulen war es den Kindern nicht erlaubt, ihre indianische Sprache zu
sprechen und den Eltern war es untersagt, während der ganzen Schulzeit ihre Kinder zu sehen, bis jene, den Familien
Depression, die meistens in Resignation und Alkoholismus mündeten.
In den letzten 20 Jahren fand ein neuer, starker Aufschwung der indianischen Kultur und Tradition statt, in welcher der
Entwicklung des einzelnen Individuums immer viel Freiraum und Respekt entgegengebracht wurde. Viele Lakota
wenden sich ihrer Spiritualität zu, in den Zeremonien und ihrer Kultur finden sie eine Kraftquelle und den Reichtum ihres
Volkes wieder.
drei Lakota Jungs um ca. 1877
links: vorher
rechts: nachher
Last Update 03. November 2007